Heppenheimer Skiklub hat zwei neue Botschafter

Die Gründungsmitglieder Gerhard Mattern und Gerhard Prietz werden ausgezeichnet, Lilly Haag und Monika Hofmann zu Ehrenmitgliedern ernannt. Karl-Heinz Dambier bleibt Vorsitzender.

Von Dagmar Jährling

 

Ehre, wem Ehre gebührt: Der Heppenheimer Skiclub mit seinem Chef Karl-Heinz Dambier (Dritter von links) zeichnete seine verdienten Mitglieder aus. Von links: Markus Dambier (neuer DSV-Skischullehrer), Lilly Haag (Ehrenmitglied), Karl-Heinz Dambier, Monika Hofmann (Ehrenmitglied), Gerhard Mattern und Gerhard Prietz (beide Botschafter des Skiclubs). Alle Personen auf dem Foto sind bereits vollständig gegen Covid-19 geimpft und/oder waren frisch getestet. (Foto: Dagmar Jährling)

HEPPENHEIM - Die komplette Wintersaison 2020/21 hat der Heppenheimer Skiclub (HSC) aus hinlänglich bekannten Gründen absagen müssen. Inzwischen entspannt sich aber die Corona-Lage spürbar, und der HSC hatte am Freitag seine Mitgliederversammlung sowie am Samstag sein Sommerfest in der Straußwirtschaft des Aussiedlerhofes Weinbau Koob.

Immerhin beehrten 38 Mitglieder trotz tropischen Hitzetemperaturen von mehr als 35 Grad die HSC-Versammlung. Bei den Vorstandswahlen gab lediglich Schriftführerin Maria Kneuer ihr Amt an Edgar Maurer ab, steht aber als Beisitzerin weiter zur Verfügung. Einstimmig im Amt bestätigt wurden Vorsitzender Karl-Heinz Dambier, Stellvertreterin Lilly Haag, Schatzmeisterin Monika Hofmann, Pressewart Axel Künkeler, Sport- und Lehrwart Markus Dambier und Veranstaltungsorganisator Guido Marx. Beisitzer sind Gerhard Prietz, Christian Falk, Paul Szrama und Michelle Lehrian. Zu Kassenprüfern wurden Detlef Kryz und Fritz Daniel gewählt.

Aus steuerrechtlichen Gründen wurde mit einer Satzungsänderung beschlossen, die ordentliche Mitgliederversammlung alle drei Jahre stattfinden zu lassen. „Der Skiclub muss als gemeinnütziger Verein in der Regel im Drei-Jahres-Rhythmus eine Steuererklärung abgeben. Um eine zeitkonforme und damit auch eine aktuellere Information an die Mitglieder zu garantieren, möchten wir die Mitgliederversammlung ebenfalls auf drei Jahre anheben“, erklärte Vorsitzender Karl-Heinz Dambier. Außerdem werden Kinder (bis 13 Jahre) und Jugendliche (ab 14 Jahre) nicht mehr in zwei Gruppen unterteilt; sondern bis zum vollendeten 18. Lebensjahr zusammengefasst.

Eine reine Formalie war freilich die Wahl von Künkeler zum Pressewart, der das Amt bereits kommissarisch ausfüllte. Gerhard „Gerd“ Mattern und Gerhard Prietz, die aus Altersgründen nach und nach ihre Ämter abgaben, wurden vom Vorstand für ihre jahrzehntelange verdienstvolle Tätigkeit als Gründungsmitglieder mit Urkunden geehrt und zu Botschaftern des HSC ernannt. Ebenfalls ein Gründungsmitglied ist Lilly Haag. Seit Beginn ist sie Übungsleiterin der Skigymnastik. Schatzmeisterin Hofmann ist zwar kein Gründungsmitglied, gehört aber ebenfalls schon seit Jahrzehnten zu den Aktivposten der Wintersportler. Dies war für Dambier Anlass genug, für die beiden Frauen die Ehrenmitgliedschaft zu beantragen. Die Geehrten zeigten sich allesamt gerührt.

Eine Ehrung erfuhr auch Markus Dambier. Der Sportwart hat erfolgreich die Prüfung zum DSV-Skischullehrer abgeschlossen. Damit darf der Verein das Logo DSV-Skischule auf seinen Trikots tragen und offiziell ausbilden.

Für das Sommerfest hatten sich 140 Mitglieder angemeldet, die am Samstag aufgrund der großen Hitze und des EM-Fußballspiels der Deutschen gegen Portugal nach und nach zum Fest kamen. Nicht zu beneiden waren Christina und Tobias Lulay mitsamt ihrem Team, die mit Mundschutz ihren Gästen erfrischende Getränke und Spießbraten oder Flammkuchen servierten. Zu Beginn der Veranstaltung dominierten Spielangebote für die Kids, von Inlinern über einen Slalom-Parcours bis zur Biathlon-Schießanlage. Präsentiert wurde das Angebot von der Jugend des Hessischen Ski-Verbands, die mit geschulten Übungsleitern aus Bad Nauheim vor Ort waren. Doch die Kegel hatten Nicara Parr und Jonas Wintershoff erst einmal vergebens aufgestellt. Auch die Inliner wollte keiner so recht nutzen. Was natürlich nicht nur beim Nachwuchs gut ankam, war die elektronische Biathlon-Anlage. Die Kinder und Jugendlichen des Vereins durften sich zudem auf ein leckeres Eis freuen, das Axel Künkeler in Bechern verteilte.

Den ersten öffentlichen Auftritt seit Monaten hatte die Liveband „Ixtrio“. „Wir dürfen zwar nicht tanzen, aber dafür gibt es wenigstens etwas Hintergrundmusik, und die Musiker werden unterstützt“, sagte Dambier. Bei den schwülwarmen Temperaturen war vermutlich sowieso niemandem zum Tanzen zumute. Dennoch zeigten sich die Profimusiker etwas nervös. „Wir haben seit Monaten nicht mehr geprobt“, so Andreas Müller. Doch das Manko machten die Musiker mit 20 Jahren Bühnenerfahrung und einem Repertoire von mehr als 400 Liedern für alle Altersgruppen wett. Zum Glück begann es erst gegen Mitternacht, etwas stürmischer zu werden, und die Skiclub-Gäste konnten auf dem Aussiedlerhof gemütliche Stunden verbringen.

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Das Sommer-Programm des Heppenheimer Skiclubs

HEPPENHEIM Die komplette Wintersaison 2020/21 musste der Heppenheimer Skiclub (HSC) aus hinlänglich bekannten Gründen absagen. Inzwischen entspannt sich aber die Corona-Lage spürbar, so dass jetzt im Sommer wieder einige Veranstaltungen und Aktivitäten möglich sind.

Im Mittelpunkt steht zunächst die HSC-Mitgliederversammlung am Freitag, 18 Juni auf dem Aussiedlerhof Koob (Außerhalb 74). Auf der Tagesordnung stehen die Tätigkeitsberichte und die Wahl des Vorstandes. Die bisherigen Vorstandsmitglieder haben sich zu ihrer Wiederwahl bereit erklärt. Lediglich Schriftführerin Maria Kneuer will ihr Amt an Edgar Maurer abgeben, steht aber als Beisitzerin weiterhin zur Verfügung. Darüber hinaus soll über einen Antrag auf Satzungsänderung abgestimmt werden.

Ebenfalls auf dem Weingut Koob ist am darauffolgenden Samstag (19.6.) das Sommerfest des Skiclubs geplant. Zu Beginn um 16 Uhr dominieren zunächst einige Spielangebote für die Kids, von Inlinern über einen Slalom-Parcours bis zur Biathlon-Schießanlage. Präsentiert wird das Angebot vom Hessischen Ski-Verband, der mit drei geschulten Übungsleitern vor Ort ist. Die Kinder und Jugendlichen des Vereins dürfen sich zudem auf ein leckeres Eis vom Eiswagen des Café „Monteleone“ freuen.

Am frühen Abend gibt es dann leckere Speisen aus „Koob’s Küche“. Für gute Stimmung in der Straußwirtschaft wird zudem die musikalische Umrahmung sorgen. „Selbstverständlich wird das Sommerfest Corona-gerecht mit den dann geltenden Vorschriften durchgeführt“, betont der erste Vorsitzende, Karl-Heinz Dambier. Gleiches gilt natürlich auch schon am Vortag bei der Mitgliederversammlung. Beide Veranstaltungen fänden zudem im Freien statt, das Risiko daher äußerst gering.

Sobald die Stufe zwei der hessischen Corona-Regeln im Kreis Bergstraße erreicht ist, wird der HSC auch sein Sommer-Trainingsprogramm starten. Vielleicht schon Anfang Juni werden von der Skigymnastik über Laufen und Nordic Walking, Radfahren und Mountainbiking sportliche Aktivitäten angeboten werden können. Beginn und Trainingszeiten werden auf der Homepage www.heppenheimer-skiclub.de mitgeteilt. Fest eingeplant ist nach wie vor die Wandertour mit Silvia Eckstein am 29. August im heimatlichen Odenwald.

Dagegen musste Reiseleiterin Lilly Haag die Sommer-Aktiv-Tage Anfang Juni im Bregenzer Wald aufgrund der noch unsicheren Corona-Lage absagen. „Die Gesundheit der Mitglieder hat für uns Vorrang“, erläutert die zweite Vorsitzende diese „Vorsichtsmaßnahme“. Dabei war die Tour in den Bregenzer Wald mit 20 Teilnehmern ausgebucht. Keine freien Plätze gibt es derzeit auch für die 27. Sommerfahrt des HSC, die Mitte August in die Holsteinische Schweiz und nach Nordfriesland führt. Die einwöchige Fahrt wird nach derzeitigem Stand mit fast 50 Teilnehmern stattfinden können, sind die beiden Reiseleiter Monika Hofmann und Gerd Mattern zuversichtlich.

Mit Optimismus blickt der HSC-Vorstand jetzt bereits auf die neue Wintersaison 2021/22. Das Fahrten-Programm steht schon fest und soll am 3. September offiziell vorgestellt werden. Das Programmheft ist derzeit in Vorbereitung und kann demnächst in Druck gehen. „Wir sind sehr dankbar, dass viele Heppenheimer Betriebe uns mit Anzeigenschaltungen unterstützen“, freut sich Kalli Dambier. Dies sei in der für viele Unternehmen auch wirtschaftlich schwierigen Zeit nicht selbstverständlich.

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Starkenburger Echo 10.12.2020

Skiclub sagt sechs weitere Fahrten ab

Damit ist das Programm bis Mitte März gecancelt – Nur bei den vier Fahrten von Ende März bis Mitte April steht die endgültige Entscheidung noch aus

HEPPENHEIM - (red). Nachdem der Vorstand des Heppenheimer Skiclubs (HSC) bereits Anfang November beschlossen hatte, die ersten drei Skireisen abzusagen, wurden in einer weiteren Sitzung am Dienstagabend die nächsten sechs Fahrten aus dem Programm gestrichen. Die für Ende Januar geplante Bezirksmeisterschaft dürfte voraussichtlich ebenfalls nicht stattfinden. Damit bleiben von den ursprünglich 14 Fahrten im Winterprogramm 2020/21 nur noch vier übrig.

Doch auch deren Durchführung hängt natürlich von der Entwicklung der Corona-Lage ab. „Wir waren uns auch diesmal schnell einig“, berichtet der erste Vorsitzende Karl-Heinz Dambier aus der HSC-Sitzung. Nach wie vor stehe die Gesundheit der Reiseteilnehmer und Mitglieder vor allen anderen Überlegungen. Zudem entstehen weder dem Verein noch den gemeldeten Teilnehmern durch die frühzeitige Absage Stornokosten.

Dennoch trifft es den Verein indirekt, da der eigenen Skireisen GmbH nun Einnahmen fehlen, die laufenden Kosten aber bestehen bleiben. Dennoch bleibe es angesichts anhaltend hoher Infektionszahlen dabei, dass keine Reise in Risikogebiete stattfinden wird. Daher wurden die Fahrten ins Montafon, nach Ischgl, zur Ski-Safari rund um Landeck, zum Ski-Langlaufen nach Oberstdorf sowie nach Kanada und ins Südtiroler Val di Sole endgültig abgesagt.

Für die Fahrten zum Ende der Saison bleibt noch genügend Zeit, die Entwicklung abzuwarten. Die Stornofristen dieser Reisen lassen es zu, darüber in den Vorstandsitzungen Anfang 2021 zu entscheiden, erklärt Dambier. Schon Mitte Januar kann in einer weiteren Video-Konferenz des Vorstands die Entscheidung fallen, ob doch noch was geht oder ein Totalausfall der Saison 2020/21 droht. Vor allem viele Familien hoffen, dass nach der Absage der Familienfahrt in den Weihnachtsferien wenigstens die Familienfahrt zu Ostern ans Kitzsteinhorn stattfinden kann.

Durch die Corona-Pandemie liegt auch das übrige Vereinsleben weitgehend brach. Vor allem die Ski-Gymnastik in der Halle kann derzeit nicht stattfinden, die Outdoor-Aktivitäten wie Laufen und Nordic Walking, Radfahren und Mountainbiken nur unter Einhaltung der „A-H-A“-Regeln. So beteiligen sich etliche HSC-Mitglieder des Lauftreffs an der Aktion der Handballer vom HC VfL Heppenheim, die mit Unterstützung aller Sportvereine „in 80 Tagen um die Welt“ laufen wollen.

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Fällt Ski-Saison aus?

Die Corona-Lage lässt kaum Urlaube und Ski-Vergnügen zu: Skivereine aus dem Kreis Bergstraße haben schon viele Reisen abgesagt. Manche hoffen noch auf die zweite Hälfte der Saison.

Von Axel Künkeler

Das Hotel Savoia am Passo Pordoi in den Südtiroler Dolomiten ist seit Jahren bereits ein beliebtes Reiseziel für den Lorscher wie auch den Heppenheimer Skiclub. (Foto: Axel Künkeler)

 

KREIS BERGSTRASSE - „Der Corona-Winter wird uns noch viel abverlangen“, erklärte kürzlich Bundeskanzlerin Angela Merkel. Das trifft auch die Skiclubs im Kreis Bergstraße, deren komplette Ski-Saison auf der Kippe steht. Bereits jetzt ist klar: Viele Ski-Freizeiten finden nicht statt.

So hat der Heppenheimer Skiclub (HSC) beschlossen, zunächst drei Fahrten bis Mitte Januar abzusagen. Über die restliche Saison wird der HSC im Dezember entscheiden. Der größte Ski-Verein im Kreis hatte ursprünglich 14 Fahrten von Dezember bis April geplant.

Zu den größten Skiclubs an der Bergstraße gehört die Skiabteilung des TSV Bensheim-Auerbach, die ebenfalls 14 Reisen geplant hatte. „Wir haben alles Menschenmögliche versucht, unsere Fahrten durchzuführen“, so Pressewart Thomas Elgert. Aufgrund der Corona-Entwicklung habe der Vorstand die sieben Fahrten für Dezember und Januar allesamt abgesagt und damit „die erste Hälfte der Saison gecancelt“. Über die Durchführbarkeit der Fahrten ab Februar werde zwischen den Jahren neu entschieden. Die Entscheidung sei dem Vorstand nicht leicht gefallen, aber mit Blick auf die Gesundheit der Teilnehmer einstimmig erfolgt. Ein unbeschwerter Urlaub sei aktuell ohnehin kaum möglich, da wolle man lieber „bessere Zeiten abwarten“. Den Teilnehmern würden keine Storno-Kosten entstehen, ohne Rücksicht auf eventuelle Verluste für den Verein. Bitter sei jedoch, „dass wir schon mehr als 250 Anmeldungen hatten“, klagt Elgert. Für die Familienfahrt über Silvester bestand sogar eine Warteliste.

Auch für den Skiclub Mörlenbach hat Corona „weitreichende Konsequenzen“, teilt der Erste Vorsitzende Armin Hintenlang mit. In einer Fahrtenleitersitzung wurde beschlossen, die Fahrten nach Obertauern, Grindelwald und Saalbach sowie die Übungsleiter-Fortbildung abzusagen. Derzeit sind noch sieben der ursprünglich elf Fahrten geplant. Allerdings betont der Mörlenbacher Skiclub-Vorsitzende, dass auch diese Fahrten noch kurzfristig abgesagt werden können. Große Hoffnung setze der Club auf den Liftbetrieb in Mackenheim, „vorausgesetzt der Schnee spielt mit“. Ab Ende November sei der Lift startklar, eine vereinseigene Pistenraupe stehe bereit, die Piste zu präparieren. Corona trifft die Mörlenbacher wie andere Skiclubs auch im kompletten Trainingsbetrieb und bei Veranstaltungen. Bedauerlich sei vor allem, dass das 40-jährige Vereinsjubiläum auf Dezember 2021 verschoben werden musste.

„Wir sind mit 120 Mitgliedern ein recht kleiner Verein“, sagt Norbert Ross, Erster Vorsitzender des Lorscher Skiclubs. Bereits länger abgesagt ist das Anfang Dezember geplante „Ski-Opening im Pitztal“. Nun habe man sich „schweren Herzens“ entschieden, auch die Fahrt zum Passo Pordoi in den Südtiroler Dolomiten zu canceln. Nur die dritte Fahrt Ende Februar nach Ellmau in Tirol sei noch offen, erklärt Ross: „Man kann fast nur noch auf Sicht fahren“, da sich die Lage ständig verändere. Durch die frühzeitigen Absagen seien aber weder dem Verein noch den Teilnehmern Stornokosten entstanden.

Bislang lägen ohnehin nur ganz wenige Anmeldungen vor, auch den Skifahrern sei die Gesundheit wichtig. Viel Hoffnung, dass wenigstens die Fahrt nach Ellmau stattfinden kann, hat der Lorscher Vorsitzende nicht: „Die Situation wird sich so schnell nicht ändern.“ Das sieht er wohl ähnlich wie die Kanzlerin.

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