Bergstraßen Anzeiger 16.09.2020

 

Skiclub kriegt die Kurve

Trotz einiger Ausfälle wegen Corona hat der Verein keine größeren Einbußen / Vorstand blickt mit Zuversicht auf die neue Saison

Von Dagmar Jährling 

HEPPENHEIM. Das traditionelle Sommerfest des Heppenheimer Skiclubs und die Vorstellung des Fahrtenprogramms für die Saison 2020/21 gingen in diesem Jahr Corona-bedingt in einem anderen Format über die Bühne. Bisher fand das Sommerfest mit verschiedenen Spielaktionen rund um die Gaststätte im Stadion statt und die Programmvorstellung im Gossini. In diesem Jahr wurden beide Events in der Straußwirtschaft von Weinbau Koob zusammengelegt. Eingeladen waren ausschließlich Skiclub-Mitglieder, die sich aufgrund der besonderen Situation vorher anmelden mussten. „Wir sind Christina und Tobias Lulay sehr dankbar, dass sie flexibel reagierten und wir hier unsere Veranstaltung durchführen konnten“, erklärte Vorsitzender Karl-Heinz Dambier. Die Überlegung war, dass das Winzerfest ohnehin ausfällt und deshalb ein Termin bei Familie Koob in Außerhalb frei sein könnte.

Insgesamt 140 Mitglieder haben sich für die Veranstaltung angemeldet. Sie wurden von Lilly Haag an einem Stehtisch empfangen und als anwesend abgehakt. Bedingung für die Teilnahme war ein Mundschutz. Den galt es bei der Ankunft zu tragen oder wenn man seinen Tisch verlassen hat. Pro Tisch wurden acht statt zehn Personen platziert.

Es war in der Vergangenheit öfter so, dass es zum Winzerfest regnete und etwas kühler wurde. Dieses Jahr ist auch dies anders gewesen. „Wenn der Skiclub feiert, dann ist schönes Wetter. Schließlich ist der Wettergott passives Mitglied“, kommentierte Dambier mit einem Augenzwinkern.

Sportangebote wie etwa eine Meisterschaft im Human-Table-Soccer oder eine aufblasbare Kletterwand gab es dieses Mal nicht. Flammkuchen, Spießbraten und Schafskäse auf Kosten des Vereins hatten die Mitglieder schon vorbestellt und bekamen dafür einen Gutschein. Zudem hatte der Skiclub noch eine süße Leckerei als Überraschung parat: Die Eisboutique Monteleone stellte ihren Eiswagen zur Verfügung. So übten sich die Übungsleiter zumindest darin, die Becher mit den gewünschten Eisbällchen zu füllen. „Noch weiß niemand, was Corona im Winter macht, aber wir starten zuversichtlich in die neue Saison“, kündigte der Vorsitzende an. Das Programm sei mit der nötigen Vorsicht geplant. Es sei daher davon auszugehen, dass alle Fahrten auch stattfinden könnten. Im Gespräch mit dieser Zeitung berichtete Dambier auch von Glück im Unglück. Zwar seien etliche Reisen ausgefallen, das Geld aber habe man von den Reiseveranstaltern fast komplett zurückerstattet bekommen. Allein die geplante Kanada-Reise schlug mit 4000 Euro pro Teilnehmer zu Buche. Ausgefallen sind außerdem die Jugendfreizeit nach Obertauern, die Wanderfreizeit in den Bregenzer Wald, die Sommerfahrt in die Holsteinische Schweiz, die Familienfahrt nach Kaprun und die Tourenfahrt in die Brenner Berge. „Toi, toi, toi, wir sind wirklich mit einem blauen Auge davon gekommen“, sagte Dambier.

Die Kanada-Fahrt stehen auch in der Saison 2020/21 auf dem Programm, die Jugendfreizeit in Obertauern ist sowieso gesetzt. Sport- und Lehrwart Markus Dambier plant erneut eine Bezirksmeisterschaft Alpin an einem Samstag Ende Januar oder Anfang Februar im Nordschwarzwald, die letzte ist mangels Schnee ausgefallen. Geplant ist ein Wettbewerb in Form eines Riesenslaloms in zwei Durchgängen.

In den Osterferien geht die Familienfahrt nach Österreich zum Kitzsteinhorn, das im Gemeindegebiet von Kaprun liegt.

Obwohl das Programmheft mit Fahrten gut gefüllt ist, ist es etwas dünner als sonst. Der Grund: Einige Unternehmen hätten in dieser schwierigen Zeit ihre Anzeigen zurückgezogen, so Dambier. Für die Zusammenstellung des Programmheftes bekam Schatzmeisterin Monika Hofmann im Namen des Vorstands einen Blumenstrauß überreicht.

SPENDE

Andrea Helm von der Sparkassen-Stiftung überreichte eine Spende aus der „Herzenswunsch-Aktion“ an den Skiclub. Für die Kinder gab es Pflughilfen, Haltegurte, ein Soundgerät mit Mikrofon, Kurzskier und Slalomstangen. (dj)

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Elf Mädels in Ischgl

Heppenheimer Skiclub mit Frauenpower ins Paznauner Tal

Nach der roten Abfahrt von der Greitspitze legen die Heppenheimer Power-Frauen eine kleine Fotopause ein, bevor es weiter geht Richtung Höllboden. FOTO: HEPPENHEIMER SKICLUB

HEPPENHEIM. Abendgarderobe, Outfit für den Après-Ski und natürlich auch die eigentlichen Ski-Klamotten befanden sich in den Koffern. Das üppige Gepäck der Damen war schnell in den beiden Kleinbussen samt Skiern verstaut und es konnte rechtzeitig am Sonntag Ende Januar vom Europaplatz in Heppenheim um 10 Uhr gestartet werden. In Erwartung vier herrlicher Skitage in einem der schönsten und begehrtesten Skigebiete der Alpen erlebten die Reisenden eine sehr kurzweilige Fahrt ins schöne Paznauntal nach Ischgl.
Verantwortlich für die Organisation, Unterkunft und Planung war die Reiseleiterin Silvia Eckstein. Gewohnt und genächtigt wurde im Haus Trisanna bei Monika Geiger im Ort Kappl.Gestärkt durch ein reichhaltiges Frühstücksbüffet ging es am nächsten Tag bei herrlichem Sonnenschein früh auf die Pisten von Ischgl – ein Paradies für Skifahrer und Après-Ski.
In den folgenden Tagen durften und mussten die Heppenheimer Skifahrerinnen sämtliche Wetter-Variationen auf bestens präparierten Pisten zurücklegen. Dicke Wolkendecken, starker Wind und dichter Schneefall hinderten die Powerfrauen nicht daran, das große Skigebiet zu durchkreuzen und in die tief verschneiten Hänge ordentlich Spuren in den Neuschnee zu ziehen.
Die Wetterbelohnung folgte prompt. Am vierten und letzten Skitag wurde die Mädels-Gruppe von Sonnenschein und guten Schneeverhältnissen verwöhnt. Ein sehr versöhnlicher Ausklang machte sich breit, bevor Silvia Eckstein so gegen 13 Uhr zur letzten Talabfahrt Richtung Fimba-Mittelstation ermunterte. Zurück in Kappl war es „ein Leichtes“, die Kleinbusse vom Schnee zu befreien, zu beladen und die Heimfahrt anzutreten.

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Wochenendtrip ins Montafon

Heppenheimer Skiclub an verlängertem Wochenende nach Tschagguns und Gargellen

Gruppenpause auf der Kapellenabfahrt am Hochjoch im Skigebiet Silvretta Montafon.
FOTO: HEPPENHEIMER SKICLUB

HEPPENHEIM. Fast direkt nach dem ‚Schaffen‘ traf man sich am Freitag, dem 17.ten im Jänner um 13 Uhr am Europaplatz in Heppenheim zur Fahrt ins Montafon, dem vielleicht schönsten Tal Vorarlbergs. Der Reiseleiter, Markus Dambier, begrüßte insgesamt 32 Teilnehmer für ein verlängertes Wochenende im Montafon. Zu Gast war man wieder im Haus Gafrina bei Familie Vonier.
Die Pisten- und Schneeverhältnisse waren in diesem Jahr größtenteils sehr gut und so gestalteten sich wettertechnisch die ersten beiden Tage tiefwinterlich mit ergiebigem Schneefall. Daraufhin herrschte am Montag und Dienstag Sonnenschein mit ordentlichen Minus-Temperaturen; die Bedingungen glichen einem Bilderbuchwinter, wie man sie sich nicht besser hätte wünschen können.
In Gruppen aufgeteilt erlebten und erfuhren die Heppenheimer Skifahrer durch Übungsleiter Christian Falk und Markus Dambier eine professionelle Führung durch die umliegenden Skigebiete Silvretta Montafon und Gargellen. Die Schneeverhältnisse erwiesen sich hier nach dem länger anhaltenden Schneefall als optimal. So konnte jeder Teilnehmer auf frisch präparierten Pisten carven oder auch im tieferen Schnee auf gesicherten Skirouten, die eigenen Offpisten-Kenntnisse vertiefen.
Die Tage ließ man sowohl beim gemütlichen Abendessen in umliegenden Restaurants als auch beim Après-Ski ausklingen, zu dem Entertainer Danny wieder für einen Abend anreiste, um mit Livemusik für ordentlich Stimmung zu sorgen.
Nach vier sportlich sehr gelungenen Tagen trat die Reisegruppe am Dienstag, direkt nach dem Skifahren, mit winterlichen Erinnerungen im Gepäck, die Heimreise an. Markus Dambier bedankte sich bei der Reisegruppe für die tolle Atmosphäre sowie bei Christian Falk für seine tatkräftige Unterstützung.

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Tobias Schuster mit Doppelschicht

Marathonstaffel in Mörfelden mit Beteiligung des Heppenheimer Skiclubs

HEPPENHEIM. Der Marathonstaffel-Lauf der SKV Mörfelden ist der wohl älteste seiner Art in Deutschland. Am 19. Januar bei der 43. Auflage mit 117 Staffeln siegte Spiridon Frankfurt über die viermal 10,55 Kilometer in 2:27:35 Stunden. Auf Rang 13 lief die Staffel des Heppenheimer Skiclubs (2:56:27). In ihrer Altersklasse M40 sowie in der Sonderwertung Ü200 (Teams mit einem Gesamtalter von über 200Jahren) erreichten Tobias Schuster, Markus Lohmann und Patrick Keuschen jeweils Rang zwei.
Da die Heppenheimer nur zu dritt waren, musste Startläufer Schuster sogar einen halben Marathon zurücklegen. Trotzdem lieferte er in 43:17 Minuten für 10,55Kilometer die beste Einzelzeit. In guter Verfassung zeigten sich auch Lohmann (45:52) und Keuschen (43:36).

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