20 Jahre Skiclub: Wintersportler feiern Sommerfest

Kicker kl

Statt einer Hüpfburg gab es beim Jubiläumsfest des Skiclubs Heppenheimeinen Tischkicker für die Kinder. Foto: Dagmar Jährling

HEPPENHEIM - (rid). Der Heppenheimer Skiclub kann auch Sommer. Ausgelassen feierten die Wintersportler am Samstag 20-jähriges Jubiläum als Sommerfest im Stadion. Im März hatte der Verein zum Festkommers geladen. Am Samstag ging es lockerer zu. Nachmittags trafen die ersten am Stadion ein, genossen die Sonne sowie Kaffee und Kuchen. Andere Mitglieder waren zu diesem Zeitpunkt bereits mit dem Fahrrad auf Tour: Die einen radelten nach Hemsbach, die Mountainbiker unternahmen eine Odenwald-Tour. Als sie am späten Nachmittag von ihrer schweißtreibenden Unternehmung am Stadion ankamen, war der Grill schon angeheizt. Eine Stärkung hatten sich alle verdient.
Eigentlich war als Hauptattraktion für den Nachwuchs eine Hüpfburg geplant. Doch die durfte aus Sicherheitsgründen nicht aufgestellt werden. Also galt es zu improvisieren. Die Kinder hatten ihren Spaß: Sie spielten Tischkicker, probierten Wakeboards auf der Tartan-Bahn aus und angelten nach Preisen. Die Angel war übrigens eine typische Skiclub-Angel: Sie bestand aus einer Schnur, die an einem Skistock befestigt war. Erfinderisch muss man sein.

Der Skistock wird zur Angel
530 Mitglieder hat der Heppenheimer Skiclub; Tendenz steigend, wie Vorsitzender Karl-Heinz Dambier berichtete. Besonders die Abteilung Kinder und Jugendliche hat Zulauf, seit die Jugendarbeit neu organisiert wurde. Familienfahrt und Jugendfahrten seien stets ruck-zuck ausgebucht. Der Vorstand ist eine Mischung aus jungen und älteren Ehrenamtlern. „Da kommt was nach!“, sagt der Vorsitzende.
Viele Helfer trugen zum Gelingen des Festes bei. Helfer zu gewinnen, so Dambier, sei nie ein Problem. Ob für den Skibasar, den Stand am Nikolausmarkt oder das Sommerfest, immer seien genügend Mitglieder bereit zu helfen. Guido Marx und Uwe Finn etwa, beide im Vorstand, übernahmen die Herrschaft über den Grill. Die jungen Übungsleiter machten das, was sie besonders gut können: Sie bespaßten den Nachwuchs.
Der Skiclub ist bekannt für seine Fahrten im Winter. Doch auch im Sommer legt man nicht die Beine hoch. Gerade erst war der Verein mit dem Nachwuchs in St. Leon-Rot, verbrachte dort einen wunderschönen Tag mit Wasserski, Volleyball und Tischtennis. 45 Skiclubler waren mit von der Partie. Im Juli geht es auf die traditionelle, längst ausgebuchte Sommer-fahrt. Und zwar dorthin, wo es garantiert keine Berge gibt; nach Ostfriesland. Im Hintergrund laufen die Vorbereitungen für den Winter: Wo geht es hin, welche Fahrten werden angeboten? Am 1. September wird das Programm
präsentiert. Sportlich sein kann man das ganze Jahr über mit dem Skiclub; man kann beispielsweise radeln, mountainbiken, Nord Walking betreiben, und es gibt einen Lauftreff. Im Winter kommen Langlauf, Ski Alpin, Snowboarden und Tourenwanderungen hinzu.

HÜPFEN IN HALLEN
Derzeit herrscht ein Hüpfburg-Verbot im Kreis Bergstraße. In Bürstadt soll eine Hüpfburg vom Sturm zehn Meter in die Höhe katapultiert worden sein. Zum Glück befanden sich zum Zeitpunkt des Unglücks keine Kinder auf dem Spielgerät. Für den Kreis aber war dies der Grund, den Verleih und das Aufstellen von Hüpfburgen vorerst nur in Gebäuden zu gestatten. (rid)

 

 

 

Esskastanien, Wein und Spargel

 

Skiclub – Mittwochs-Club fuhr nach Klingenberg - Wanderung am Main

Heppenheim (red). Bereits Mitte Mai (10.) lud der ‚Mittwochs-Club‘ des Heppenheimer Skiclubs zu seiner diesjährigen Frühjahrs-Wanderung ein. Wie seit vielen Jahren war der Reise-Bus auch bei der Fahrt nach Klingenberg am Main wieder vollbesetzt.

Schon die Fahrt quer durch den Odenwald bei strahlender Sonne war eine Lust. Vor Ort wechselte man auf die Spessart-Seite, schöpfte Kraft beim gemeinsamen Frühstück in einem historischen Mühlen-Gasthof, ließ sich kurz die Stadt erklären und nach einem Umtrunk am ‚Großen Glas‘ (in andere Städten das ‚große Fass‘) ging es auf zur Burg. 

Dort begann die mehrstündige Wanderung auf dem markierten Esskastanien-Weg, der auf Schautafeln viel Wissenswertes über diese Frucht zeigte. Reisen bildet eben: die Esskastanie wurde schon weit vor Christi kultiviert, während die nicht verwandte Rosskastanie erst im 16. Jahrhundert nach Deutschland kam, war dort unter anderem zu lesen.  

Die Wanderstrecke bot großartige Aussichten auf den Main und auf blühende Raps-Felder. Leider war aber auch zu beobachten, dass die Kastanien unter dem späten strengen Frost sehr gelitten haben. Viele Triebe waren erfroren. Beim Winzer schloss der Tag mit einem guten Mahl zur Spargelwoche. Auf der Heimreise verkündeten die Reiseleiter Gerd Mattern und Gerhard Prietz, dass die nächste Mittwochstour am 27. September erfolgt. Dann sind die Weingärten an der Saar das Ziel.

Sonnige Tage im Tölzer Land

 

  

Skiclub – Drei Tage zum Wandern und Rafting

Heppenheim (red). Über das lange Wochenende (25.-28.) verbrachte der Heppenheimer Skiclub drei sonnige Tage im Tölzer Land. Die Rafting- und Wander-Freizeit war bereits die 18. Fahrt in der laufenden Saison.

Gleich nach der Ankunft an Christi Himmelfahrt ging es zum Wanderparkplatz ins Längental bei Bad Tölz. Von dort führte eine Wanderung über üppig blühende Bergwiesen und durch schattenspendende Wälder hinauf zur gemütlichen Kirchstein-Hütte. Nach dem Abstieg fuhr man zum Gästehaus Isarwinkel in Lenggries, wo der Abschluss des ersten Tages in geselliger Runde im Garten gefeiert wurde.

Am zweiten Tag war als Höhepunkt der gesamten Tour Rafting auf der Isar von Lenggries nach Bad Tölz angesagt. Erfahrene Guides wiesen die Gruppe zunächst in die Technik ein, denn nur wenn die Crew richtig zusammenarbeitet, lassen sich die Strömungen überwinden. Bei den schwierigen Bedingungen im Niedrigwasser der Isar gelang das nicht immer. Einige gingen über Bord, konnten aber dank der Einweisung im Wildwasser-Schwimmen unversehrt in die Boote zurückkehren. 

Zum Abschluss der Reise stand ein großer Wandertag auf dem Programm.  Mit der Gondel ging es zum Brauneck, hinauf zum Gipfel an zahlreichen Gleitschirmfliegern vorbei. Klare Bergluft ließ die Heppenheimer den Weitblick bis zum Starnberger See und nach München genießen. Ebenso wie die grandiose Berg-Kulisse mit dem schneebedeckten Großglockner.

Leichter Wind machte die Sonne bei der Wanderung von Alm zu Alm erträglich. Auf der Stie-Alm, der höchstgelegenen Alm-Käserei Oberbayerns, gab es ein herzliches Willkommen der Wirtin. Frisch gestärkt mit Alm-Spezialitäten wurden die 700 Höhenmeter Abstieg zur Reiseralm in Angriff genommen. Nach der Rast mit schönem Blick auf Lenggries folgte der Ausklang der drei erlebnisreichen Tage in der Abendsonne im Garten des Gästehauses Isarwinkel.

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Skibergsteigen im Hochstubai

Frühjahrs-Skitouren in den Alpen sind schon etwas ganz besonderes – es ist länger hell, die Temperaturen sind angenehmer und wenn man Glück hat, erwischt man auch einen ganz tollen Firn. Die zweite Skitouren-Freizeit des Heppenheimer Skiclubs in Zusammenarbeit mit der SSG – Bensheim führte Ende März in das Hochstubai auf die Franz-Senn-Hütte auf 2150 m. Die Hütte ist nur zu Fuß zu erreichen, somit stand gleich am Anreisetag ein mehrstündiger Anstieg von Seduk aus an. 

Da die Schneelage in diesem Winter in den gesamten Zentralpen nicht üppig war, mussten bei der Auswahl der in Frage kommender Tourenziele Abstriche gemacht werden. Für den ersten Tag wurde die Kräulscharte als Ziel gewählt, ein Höhenunterschied von knapp 1000 m musste dazu überwunden werden. Von der Hütte aus ging es zuerst ins „Stiergschwez“ und weiter zum Sommerwandferner. Dieser spaltenfreie Gletscher reicht bis zur Kräulscharte hinauf.  Die gute Schneeauflage auf dem Gletscher sorgte für viel Spaß bei der Abfahrt. 

Der zweite Tag kündigte bestes Alpenwetter an, somit wurde als Tourenziel die Ruderhofspitze mit 3473 m gewählt, ein ambitionierter Gipfel, da dieser nur über einen Grad erreicht werden kann. Die Tour beginnt hinter der Hütte ganz gemächlich dem Alpeiner Bach entlang (dieses Tal war vor 100 Jahren noch vergletschert – die Klimaveränderung zeigt hier dramatisch die Folgen) bis nach einer Steilstufe der Alpeiner Ferner erreicht wurde, der sich wie eine Wand am Talschluss darstellt. Oben auf dem Gletscher angekommen ging es im leichten Anstieg  zur Hölltalscharte, wo das Skidepot eingerichtet wurde. Nun stand eine Kletterei über einen verblockten Grad an um den schmalen Grad, der bis zum Gipfelaufbau führt, zu erreichen. Nach einer Stunde wurde die 700 m lange Strecke mit 300 m Höhemunterschied bewältigt – der Gipfel war erreicht. Ein unvergessliches Erlebnis die grandiose Alpenwelt lag einem zu Füßen und eine außerordentliche Fernsicht toppte den herrlichen Tag. Müde aber Glücklich auf der Hütte zurück, mit einem verdienten Bier in der Hand wurde der Tag Revue passieren lassen. Die warmen Sonnenstrahlen auf der Terrasse der Hütte trugen ihren Anteil zu den Glücksgefühlen bei.

Eine Kurztour am Abreisetag  musste wegen Schneemangel gestrichen werden. Somit hieß es bei sehr schlechten Schneeverhältnissen ins Tal abzufahren und einen Großteil des Weges mussten die Skier getragen werden.  

Peter Illing

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