Meditative Bilderreise durch die kanadische Arktis 

Heppenheimer Skiclub präsentierte erstmals „Abenteuer auf Baffin Island“

HEPPENHEIM (red) Es war eine äußerst interessante „meditative Bilderreise eines Natur-verrückten Kerls“, die der Heppenheimer Skiclub (HSC) am vergangenen Freitag (14.) zum ersten Mal präsentierte. Zum Audiovisions-Vortrag „Abenteuer auf Baffin Island“ von Martin Müller konnte HSC-Vorsitzender Karl-Heinz Dambier rund 50 Zuhörer in der Event-Location „Gossini“ begrüßen. 

Abenteuer auf Baffin Island: Martin Müller (links) berichtete von seinen Expeditionen durch die kanadische Arktis, hier bei der Tour am Eclipse Sound zum Gipfel des Mout Herodier… 

…sowie am Cape Dorset, der Heimat seines befreundeten Inuk Jimmy Manning.       Fotos: Martin Müller/Heppenheimer Skiclub

Baffin Island, im Nordosten Kanadas zwischen der Hudson Bay und Grönland gelegen, ist die fünftgrößte Insel der Erde, viermal so groß wie England. Aber mit circa 16 000 Inuit in acht Siedlungen leben dort weniger Menschen als in Heppenheim. Der heute 76-jährige Referent war in seiner Jugend bereits an der Berg- und der Polarwelt interessiert. Polarforscher Fritjof Nansen zählte zu seinen großen Vorbildern. Als Müller Ende der 1980er Jahre in der Inuit Galerie in Mannheim den Inuk (frühere Bezeichnung Eskimo) Jimmy Manning kennenlernte, fasste er schnell den Entschluss, selbst zu Expeditionen in die kanadische Arktis aufzubrechen.

Insgesamt unternahm er zwischen 1989 und 2006 sechs Reisen auf die Baffin Insel, besuchte in Cape Dorset Jimmy Manning und dessen Familie. Der Inuk, mit dem Martin Müller schon bald Freundschaft schloss, zeigte ihm mehrere historische Kultplätze sowie archäologische Stätten der Inuit auf der Foxe-Halbinsel im Süden. Müller erzählte bewusst nur in dosierten Worten von der weitgehend unberührten grandiosen Natur, ließ vor allem seine fantastischen Fotos – phasenweise unterlegt mit Musik – bei seiner ''meditativen Bilderreise'' sprechen. Rentiere, Walrösser, Polarbär, Schneeeule, Schneehuhn und Robben konnten die Gäste ebenso bewundern wie die arktische Flora. Zudem wurden bemerkenswerte Persönlichkeiten der Inuit vorgestellt. 

Müller berichtete von seinen Kanu-Touren auf Seen der Tundra-Ebene im Süden, Tag und Nacht begleitet von den melodischen Rufen der Eistaucher. Wiederholt war die Cumberland-Halbinsel mit den spektakulären Bergen, Gletschern und Fluss-Tälern der arktischen Kordillere im Nordosten das Ziel. Die Distanz zwischen Broughton-Island im Norden und Pangnirtung im Süden beträgt rund 200 Kilometer. Aufgrund klimatischer Verhältnisse gelang die komplette zehntägige Trekking-Tour durch zwei Flusstäler mit Überschreiten einer Schnee- und Eis-bedeckten Passhöhe erst im dritten Anlauf. Den Abschluss bildete eine Trekking-Tour an der Nordküste der Baffin Insel von der Siedlung Pond Inlet am Eclipse Sound bis zum Gipfel und der Umgebung des Mout Herodier- 

Die Zuhörer waren von dem neunzig-minütigen äußerst spannenden und interessanten Vortrag absolut beeindruckt. Martin Müller hatte ihnen mit seinen Erlebnissen in der kanadischen Arktis eine bei uns wenig bekannte Region am „Rande der Welt“ nähergebracht. 

   skihelm auf

 

 

 

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