ANGESICHTS DER STARK STEIGENDEN CORONA-INFEKTIONSZAHLEN IST NICHT KLAR, OB DIE 14 REISEN DES HEPPENHEIMER VEREINS ÜBERHAUPT STATTFINDEN KÖNNEN

 

Die Skiclub-Saison steht auf der Kippe

 

Der Skiservice der Familie Dambier ist bereit für die neue Saison. Doch die Unsicherheit wegen Corona bleibt groß.                                                                                 © Jährling

 

Heppenheim.140 Mitglieder des Heppenheimer Skiclubs (HSC) waren im September zur Vorstellung des neuen Programms im Rahmen des Sommerfests in die Straußwirtschaft Koob gekommen. Und alle hätten sie sich so diszipliniert verhalten, dass es großes Lob von Winzerin Christina Lulay gegeben habe, blickt Skiclub-Vorsitzender Karl-Heinz Dambier zufrieden zurück.

Derzeit ist alles offen

Schon allein deshalb könnte das Fest in Sachen Disziplin als Lackmustest für die 14 geplanten Fahrten im Winter und Frühjahr 2021 gesehen werden – vorausgesetzt, die Reisen können angesichts der aktuell mehr als angespannten Corona-Lage überhaupt angetreten werden.

„Derzeit ist völlig offen, ob die Fahrten stattfinden können“, stellt Dambier das mühsam ausgearbeitete Programm infrage. Und sofern Reisen möglich seien, gelte überdies: „Es müssen sich alle an die Regeln halten.“

 „Nicht auf Biegen und Brechen“

Grundsätzlich beteuert der Skiclub-Vorsitzende: „Unsere Planung erfolgte in der Hoffnung, dass sich die im Sommer recht stabile Corona-Lage weiter bessert.“ Da nun jedoch genau das Gegenteil eingetreten sei, wolle der Verein seine Reisen selbstverständlich nicht „auf Biegen und Brechen“ durchziehen, sondern verantwortungsbewusst im Hinblick auf die Gesundheit aller Teilnehmer entscheiden.

Im Gespräch gewährt der Vorsitzende Einblicke in die aktuellen Buchungszahlen. Schon beim Sommerfest hätten sich die ersten Mitglieder angemeldet. Es seien, so Dambier, zwar nicht ganz so viele wie sonst gewesen, aber die Familienfahrt nach Kaprun vom 2. bis zum 9. Januar sei ausgebucht; es bestehe sogar eine Warteliste. Auch die Wanderfahrt in den Bregenzerwald im Juni ist ausgebucht und mit einem fetten roten Stempel „Warteliste“ gekennzeichnet. Neun Wintersportler hätten sich zudem bereits für das „Heliskiing“ in Kanada, das Jahres-Highlight des Programms, angemeldet. All das steht nun jedoch auf der Kippe.

Die Entscheidung, wie es weitergeht, werde der Vorstand aller Voraussicht nach bei seiner nächsten Sitzung Mitte November, spätestens aber im Dezember treffen. Fest steht jedoch schon jetzt, dass keine großen Storno-Gebühren fällig werden würden: Bislang seien noch keine festen Buchungen in den Hotels, sondern nur Vor-Reservierungen erfolgt, so Dambier.

Kein Ski-Basar in diesem Jahr

Ebenso steht fest, dass es dieses Jahr keinen Ski-Basar des Vereins geben wird. Die seit Jahren stark frequentierte Secondhand-Aktion für Winterartikel sei unter Einhaltung der Hygiene-Auflagen nicht durchführbar, habe der HSC-Vorstand schon vor der aktuellen Eskalation der Corona-Krise entschieden, teilt Karl-Heinz Dambier mit. Auch das Weihnachtsfrühstück für die ehrenamtlich Engagierten sei derzeit gefährdet.

Von der aktuellen Krise ist der 69 Jahre alte Vereinsvorsitzende derweil auch beruflich betroffen: Im Nebenerwerb betreibt die Familie Dambier seit nunmehr 25 Jahren in der Briefelstraße einen Skiservice. Doch anstatt einer großen Jubiläumsfeier, die eigentlich für den 31. Oktober geplant war, ist nun erst einmal Bangen angesagt – Bangen um die Kunden, die ihren privaten Skiurlaub dieses Jahr wohl auch mehrfach überdenken. dj/fran


© Bergsträßer Anzeiger, Freitag, 23.10.2020

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