Starkenburger Echo 4.9.2017

Skiclub Heppenheim bietet im Winterhalbjahr 16 Fahrten

Vorsitzender Karl-Heinz Dambier stellt das neue Programm vor.                            Foto: Dagmar Jährling

Von Sigrid Jahn

HEPPENHEIM - Auch im 20. Jahr des Bestehens ist die Attraktivität der Fahrten und Ausflüge des Heppenheimer Skiclubs ungebrochen: Bei der traditionellen Programm-vorstellung hatte sich der Saal im „Gossini“ rasch gefüllt, zahlreiche Interessenten hatten sich eingestellt, um rechtzeitig vor dem Saisonstart 2017/2018 das Angebot zu sichten und sich gegebenenfalls rasch zu entscheiden.
Denn vor allem die Familien- und Jugendfreizeiten, die der Verein finanziell fördert, finden großen Zuspruch, sodass es nicht verwunderte, dass die erste Tour für Eltern und Kinder im Januar 2018 nach Kaprun ins Skigebiet „Schmittenhöhe“ bereits ausgebucht ist.
Nach dem Pistenspaß in den Partyraum
Lilly Haag, Reiseleiterin und zweite Vorsitzende des Skiclubs, hatte als Alternative immerhin noch die zweite Familienfahrt im März 2018 nach Oberau-Wildschönau im Tiroler Unterland zu bieten – auch hier werden Anfänger und Könner auf ihre Kosten kommen, und im Abendprogramm wartet eine Fackelwanderung mit der Wirtin vom „Steinerhof“, die sogar spannende Geschichten zu erzählen weiß.
Für die 13 bis 18 Jahre alten Skifahrer gibt es im Januar 2018 mit Reiseleiter Paul Szrama, einem der neuen Übungsleiter beim Skiclub (weitere sind jederzeit willkommen), ein Snowcamp in Zell am See mit Skiboard-Kurs, Workshops und schier unbegrenzten Sportmöglichkeiten in den eigenen Hallen des gastgebenden Jugendclubs Kitzsteinhorn. Zwölf bis 17 Jahre alte wintersportbegeisterte junge Leute haben im März 2018 Gelegenheit, mit Nils Detje und Christian Falk eine Woche im Sporthotel „Felseralm“ in Obertauern, der „zweiten Heimat“ der Heppenheimer, zu verbringen, wo nach dem Pistenspaß der Partyraum mit DJ-Pult sowie eine Bowlingbahn für das Feierabendvergnügen gerüstet sind.
Fahrt Nummer eins beim Skiclub unter dem Motto „Zurück zu den Wurzeln“ nimmt ebenfalls eine Tradition wieder auf: die Saisoneröffnungstour nach Milders im Stubaital vom 7. bis 10. Dezember. Auch Fahrt Nummer zwölf ist so eine Rückkehr „to the roots“: eine Skifreizeit nur für Frauen im März 2018 ins Zillertal im Kleinbus mit Reiseleiterin Silvia Eckstein: „Es wird eine Testfahrt, wir wollen sehen, ob das Angebot ankommt, also bitte gleich anmelden.“
Bereits bestens angenommen wurde ein Projekt aus der Vorsaison, das eine kleine Gruppe getestet und für gut befunden hatte, wie Reiseleiter Gerhard Prietz berichtete: „In Bensheim in den Euro-City-Zug einsteigen und in Gastein ohne Umsteigen nach gut sieben Stunden Fahrt auf reservierten Plätzen stressfrei landen, das war der Gag an sich.“
Angebote nach dem Motto „Aktiv das ganze Jahr“
Auch Vorsitzender Karl-Heinz Dambier, der die Programmvorstellung moderierte, sah das so: „Eine tolle Sache mit der Bahnfahrt“, und so gibt es vom 27. Januar bis 3. Februar 2018 eine Neuauflage, die diesmal sogar eine ganze Woche dauern wird. Auch hier sollten Interessenten umgehend buchen: Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen begrenzt.
Insgesamt listet die umfangreiche Broschüre des Skiclubs 16 Fahrten im Winterhalbjahr von Dezember bis April 2018 auf, dazu kommen Kurztrips, eine Sommerfahrt, Wanderungen, Lauftreffs und viele andere Bewegungsangebote nach dem Motto „Aktiv das ganze Jahr“. Die Broschüre ist erhältlich bei der Sparkasse Starkenburg und in Heppenheimer Geschäften; online steht das Programm unter www.heppenheimer-skiclub.de zur Verfügung.

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Ostfriesland vom 23.7 – 29.7.17

Gruppenfoto

Die diesjährige Sommerreise des Heppenheimer Skiclubs führte in den äußersten Nordwesten Deutschlands, nach Ostfriesland. Nach einer Anreise ohne Stau erreichte die Reisegruppe am frühen Sonntagnachmittag Aurich, wo eine sehr versierte Führerin zu einem Stadtrundgang einlud. Die gebürtige Ostfriesin Thedea begleitete die Gruppe während der gesamten Rundreise und vermittelte sehr viel Wissenswertes sowohl zur Geschichte als auch zu Kultur und Bräuchen der Gegend, die sich eine gewisse Eigenständigkeit bewahrt hat.
Der erste Rundreisetag führte zunächst nach Papenburg, wo die Teilnehmer bei einer sachkundigen Führung durch die „Meyer-Werft“ aus dem Staunen nicht herauskamen. In der gigantischen Halle werden ausschließlich Kreuzfahrtschiffe gebaut - gerade wird an der „World Dream“ gearbeitet, die nochin diesem Jahr ausgedockt werden soll. Hier wurde auch anhand von Filmen und Bildmaterial verdeutlicht, wie schwierig es ist, ein Schiff dieses Ausmaßes durch die Ems zur Nordsee zu manövrieren.
Im Anschluss an dieses “Highlight“ und einem kurzen Besuch der Innenstadt von Papenburg ging die Fahrt weiter nach Leer. Diese Stadt beherbergt viele verschiedene evangelische Freikirchen: u.a. eine Mennoniten-, Baptisten-und evangelisch-reformierte Kirche. Die malerische Altstadt mit ihren schmalen, backsteingepflasterten Straßen und die „Alte Waage“ waren sehr sehenswert.
Dienstags war das Ziel des Busses der Fähranleger in Norddeich. Von hier brachte ein Schiff die Gruppeauf die Insel Norderney. Nach einem Informations-Rundgang durch die Stadt und an die Küste  war Freizeit angesagt, die von vielen zum Genuss eines Krabbenbrötchens genutzt wurde. Leider war das Wetter sehr wechselhaft, so dass es nur wenige zum Strand zog. Es schloss sich eine zweistündige
Inselrundfahrt mit der „Bömmelbahn“ an, die auch zu dem wunderschönen, eher einsamen, Strandabschnitt „Oase“ führte. Auch hier zeigte sich das Wetter nicht von seiner besten Seite. Die interessante Fahrt endete am Fährhafen und nach einstündiger Fahrt kamen alle wieder in Norddeich an. Wie an jedem Abend konnte im Hotel „Stadt Aurich“ ein leckeres Menu genossen werden.
Auch der Bus und vor allem natürlich der Fahrer haben einen (vorgeschriebenen) Ruhetag verdient! Also machte sich die Gruppe am Mittwoch zu Fuß auf zum Hafen von Aurich, wo ein Ausflugsschiff auf dem Ems-Jade-Kanal Richtung Emden, der größten Stadt Ostfrieslands, ablegte. Auf der gemütlichen Fahrt konnte man die Landschaft genießen, Dabei mussten auch zwei Schleusen überwunden werden.
Einige bewegliche(Klapp-) Brücken wurden angehoben, damit das Schiff seine Fahrt ungehindert fortsetzen konnte. Im Hafen von Emden wurden wir vom historischen „Hafentor“ begrüßt.
Rund um den Hafen gab es einiges Interessantes zu sehen und zu erkunden: drei Museumsschiffe sowie das „Otto-Huus“ von Otto Waalkes – ein Museum, in dem man lachen kann. Zurück ging es auf dem gleichen Weg.
Am Donnerstagvormittag stand die Besichtigung der „Jever-Brauerei“ mit Verkostung auf dem Programm. Zuvor führte Thedea durch die Altstadt und zum Schloss von Jever. Danach ging es weiter über Carolinensiel nach Neuharlingersiel. Hier luden der Deich und der malerische Hafen zu einem Spaziergang ein.

Am letzten Tag vor der Heimreise konnte man sich nach Wunsch auch sportlich betätigen. Ein Teil der Reisegruppe fuhr nach kurzem Vertrautmachen mit dem Gerät teilweise entlang der „Fehnroute“ nach Wiesmoor, wo die übrigen Mitreisenden schon ausgiebig Gelegenheit hatten die Blumenhalle und den angrenzenden Park zu besuchen. Gemeinsam wurde die Fahrt dann über das Emssperrwerk bei
Gandersum fortgesetzt. Dieses große Bauwerk dient dem Hochwasserschutz, ist aber auch bei der Überführung neu gebauter Kreuzfahrtschiffe unabdingbar. Weiter ging die Fahrt über Emden durch die Krummhörn zum Fischerdorf Greetsiel. Im malerischen Hafen konnten zahlreiche Kutter bewundert werden, die noch täglich zum Krabbenfang auslaufen. Wer bisher noch keine „Ostfriesentorte“ genossen hatte, hatte hier die letzte Gelegenheit. Auf der Rückfahrt sah die Gruppe vom Bus aus noch den „Schiefen Turm“ von Suurhusen, der im Guiness-Buch der Rekorde noch vor dem „Schiefen Turm von Pisa“ rangiert. Reich an neuen Eindrücken und vielen Informationen kehrte die Gruppe nach Heppenheim zurück. Ankunft war am frühen Nachmittag bei Sommerwetter.
Die Mitreisenden bedankten sich bei Busfahrer Winfried für seine umsichtige und sichere Fahrweise und bei Gerd Mattern für die – wie immer- hervorragende Organisation und Vorbereitung der Fahrt in ein interessantes Stück Deutschland.

Bilder der Sommerfahrt

20 Jahre Skiclub: Wintersportler feiern Sommerfest

Kicker kl

Statt einer Hüpfburg gab es beim Jubiläumsfest des Skiclubs Heppenheimeinen Tischkicker für die Kinder. Foto: Dagmar Jährling

HEPPENHEIM - (rid). Der Heppenheimer Skiclub kann auch Sommer. Ausgelassen feierten die Wintersportler am Samstag 20-jähriges Jubiläum als Sommerfest im Stadion. Im März hatte der Verein zum Festkommers geladen. Am Samstag ging es lockerer zu. Nachmittags trafen die ersten am Stadion ein, genossen die Sonne sowie Kaffee und Kuchen. Andere Mitglieder waren zu diesem Zeitpunkt bereits mit dem Fahrrad auf Tour: Die einen radelten nach Hemsbach, die Mountainbiker unternahmen eine Odenwald-Tour. Als sie am späten Nachmittag von ihrer schweißtreibenden Unternehmung am Stadion ankamen, war der Grill schon angeheizt. Eine Stärkung hatten sich alle verdient.
Eigentlich war als Hauptattraktion für den Nachwuchs eine Hüpfburg geplant. Doch die durfte aus Sicherheitsgründen nicht aufgestellt werden. Also galt es zu improvisieren. Die Kinder hatten ihren Spaß: Sie spielten Tischkicker, probierten Wakeboards auf der Tartan-Bahn aus und angelten nach Preisen. Die Angel war übrigens eine typische Skiclub-Angel: Sie bestand aus einer Schnur, die an einem Skistock befestigt war. Erfinderisch muss man sein.

Der Skistock wird zur Angel
530 Mitglieder hat der Heppenheimer Skiclub; Tendenz steigend, wie Vorsitzender Karl-Heinz Dambier berichtete. Besonders die Abteilung Kinder und Jugendliche hat Zulauf, seit die Jugendarbeit neu organisiert wurde. Familienfahrt und Jugendfahrten seien stets ruck-zuck ausgebucht. Der Vorstand ist eine Mischung aus jungen und älteren Ehrenamtlern. „Da kommt was nach!“, sagt der Vorsitzende.
Viele Helfer trugen zum Gelingen des Festes bei. Helfer zu gewinnen, so Dambier, sei nie ein Problem. Ob für den Skibasar, den Stand am Nikolausmarkt oder das Sommerfest, immer seien genügend Mitglieder bereit zu helfen. Guido Marx und Uwe Finn etwa, beide im Vorstand, übernahmen die Herrschaft über den Grill. Die jungen Übungsleiter machten das, was sie besonders gut können: Sie bespaßten den Nachwuchs.
Der Skiclub ist bekannt für seine Fahrten im Winter. Doch auch im Sommer legt man nicht die Beine hoch. Gerade erst war der Verein mit dem Nachwuchs in St. Leon-Rot, verbrachte dort einen wunderschönen Tag mit Wasserski, Volleyball und Tischtennis. 45 Skiclubler waren mit von der Partie. Im Juli geht es auf die traditionelle, längst ausgebuchte Sommer-fahrt. Und zwar dorthin, wo es garantiert keine Berge gibt; nach Ostfriesland. Im Hintergrund laufen die Vorbereitungen für den Winter: Wo geht es hin, welche Fahrten werden angeboten? Am 1. September wird das Programm
präsentiert. Sportlich sein kann man das ganze Jahr über mit dem Skiclub; man kann beispielsweise radeln, mountainbiken, Nord Walking betreiben, und es gibt einen Lauftreff. Im Winter kommen Langlauf, Ski Alpin, Snowboarden und Tourenwanderungen hinzu.

HÜPFEN IN HALLEN
Derzeit herrscht ein Hüpfburg-Verbot im Kreis Bergstraße. In Bürstadt soll eine Hüpfburg vom Sturm zehn Meter in die Höhe katapultiert worden sein. Zum Glück befanden sich zum Zeitpunkt des Unglücks keine Kinder auf dem Spielgerät. Für den Kreis aber war dies der Grund, den Verleih und das Aufstellen von Hüpfburgen vorerst nur in Gebäuden zu gestatten. (rid)

 

 

 

Esskastanien, Wein und Spargel

 

Skiclub – Mittwochs-Club fuhr nach Klingenberg - Wanderung am Main

Heppenheim (red). Bereits Mitte Mai (10.) lud der ‚Mittwochs-Club‘ des Heppenheimer Skiclubs zu seiner diesjährigen Frühjahrs-Wanderung ein. Wie seit vielen Jahren war der Reise-Bus auch bei der Fahrt nach Klingenberg am Main wieder vollbesetzt.

Schon die Fahrt quer durch den Odenwald bei strahlender Sonne war eine Lust. Vor Ort wechselte man auf die Spessart-Seite, schöpfte Kraft beim gemeinsamen Frühstück in einem historischen Mühlen-Gasthof, ließ sich kurz die Stadt erklären und nach einem Umtrunk am ‚Großen Glas‘ (in andere Städten das ‚große Fass‘) ging es auf zur Burg. 

Dort begann die mehrstündige Wanderung auf dem markierten Esskastanien-Weg, der auf Schautafeln viel Wissenswertes über diese Frucht zeigte. Reisen bildet eben: die Esskastanie wurde schon weit vor Christi kultiviert, während die nicht verwandte Rosskastanie erst im 16. Jahrhundert nach Deutschland kam, war dort unter anderem zu lesen.  

Die Wanderstrecke bot großartige Aussichten auf den Main und auf blühende Raps-Felder. Leider war aber auch zu beobachten, dass die Kastanien unter dem späten strengen Frost sehr gelitten haben. Viele Triebe waren erfroren. Beim Winzer schloss der Tag mit einem guten Mahl zur Spargelwoche. Auf der Heimreise verkündeten die Reiseleiter Gerd Mattern und Gerhard Prietz, dass die nächste Mittwochstour am 27. September erfolgt. Dann sind die Weingärten an der Saar das Ziel.