Mit der Bahn ins Skigebiet

Skiclub – Fahrten nach Gastein und Garmisch

 

Heppenheim (red). Eine kleine Gruppe des Heppenheimer Skiclubs (HSC) unter Leitung von Gerhard Prietz kehrte dieser Tage von einer fünftägigen Tour aus Garmisch zurück. Bereits zum vierten Mal reisten die Heppenheimer mit der Bahn zum Skifahren an die Zugspitze.

Direkt an der Bahnstation bezog man ein schönes, ruhiges Hotel. Von dort ging es mit der Zugspitzbahn auf den Gipfel. Alle anderen „Schnee-Zubringer“ waren ebenfalls „gleich um die Ecke“. Für Gerhard Prietz und seine Mitfahrer der erneute Beweis, dass Schnellzug-Fahren auf reservierten Plätzen „mehr Freiheit und Coolness“ bietet als die Anreise mit dem Bus. 

Einige Wochen zuvor hatte der HSC bereits den Praxis-Test gemacht, wie man ab Bensheim das Großraum-Skigebiet “Ski Amadé“ ohne Umsteigen erreicht. Völlig problemlos war man in gut sechs Stunden am Einstieg im Gasteiner Tal. Vier Ski-Berge mit zahllosen Möglichkeiten einschließlich des Pendelns nach Groß-Arl warteten dort auf die Heppenheimer Skifahrer. In der kommenden Saison 2017/18 ist eine Bahnfahrt nach Gastein bereits fest geplant. Dann werden die Heppenheimer dort eine Woche in einem schönen Hotel unmittelbar an der Bergbahn verbringen. 

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Starkenburger Echo

Ein ganz besonderes Jubiläum

Skiclub – Festkommers zum zwanzigjährigen Bestehen

Heppenheim (ax). Mit einem Festkommers im Viniversum der Bergsträßer Winzergenossenschaft hat der Heppenheimer Skiclub am Sonntag sein zwanzigjähriges Bestehen gefeiert. Zu den geladenen Gästen gehörten Landrat Christian Engelhardt, Bürgermeister Rainer Burelbach, die Vorsitzende der Sport-Gemeinschaft Andrea Pfeilsticker, Bezirksleiter Axel Becker vom Hessischen Skiverband sowie der ‚Hausherr‘ und BWG-Geschäftsführer Otto Guthier.

Im Juni soll noch eine große Jubiläums-Party im Starkenburg-Stadion steigen, kündigte der HSC-Vorsitzende Karl-Heinz Dambier an. Diesmal waren vom Verein der Vorstand, Reise- und Übungsleiter sowie die noch aktiven Gründungsmitglieder vertreten. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung vom Gitarren-Ensemble der Musikschule Heppenheim unter der Leitung von Ulrich Vogel. Gleich zu Beginn erklang die Hymne aller Ski-Sportler: „Schifahr’n ist der größte Hit“ von Wolfgang Fierek.

Auf den Tag genau vor zwanzig Jahren am 5. März 1997 saßen sechzehn Personen bei Gerd Mattern in der Mörikestraße zusammen, um den „Heppenheimer Skiclub e. V.“ zu gründen. Zwei Wochen später titelte die ‚SüPo‘ über den Informations-Abend im Halben Mond: ‚Ein neuer Sportverein stellt sich vor‘.

Sehr anschaulich berichtete der Gründungsvorsitzende und heutige Präsident des HSC in seiner Festansprache, wie es zu der Neugründung kam.

Skifahren in organisierter Form gibt es in Heppenheim nämlich schon seit 41 Jahren. Bereits im Oktober 1976 gründete sich eine Skiabteilung im VfL Heppenheim. Die erste Skigymnastik-Stunde fand wenige Tage später bei Lilly Haag statt. Schnell stiegen die Mitgliederzahlen bis zum zehnjährigen Jubiläum auf 600. Eine eigene Skireisen GmbH wurde 1989 gegründet. 

Doch bei der Zwanzig-Jahr-Feier der Skiabteilung im Jahr 1996, damals im Rothermelhof in Erbach, war die Situation des VfL Heppenheim dramatisch. Die finanziellen Belastungen durch die in der 2. Bundesliga spielenden Handballer konnten nicht mehr gestemmt werden, der Gesamtverein musste Konkurs anmelden. Zum Jahreswechsel 1996/97 hieß es für die Ski-Abteilung, schnell zu handeln. Die Eigenständigkeit, mit der man schon eine Weile geliebäugelt hatte, wurde vollzogen. Zwar schlossen sich nicht alle der 780 Abteilungsmitglieder der Neugründung an, doch der Heppenheimer Skiclub konnte mit 500 Mitgliedern als einer der größten eigenständigen Vereine Südhessens starten. Im gesamten Landkreis Bergstraße war es ohnehin der älteste und größte Skiclub.

Landrat Christian Engelhardt

„Im Heppenheimer Skiclub ist immer was los“

‚Groß und äußerst aktiv‘, diese Attribute zogen sich denn auch durch die Grußworte von Landrat Engelhardt, Bürgermeister Burelbach, der SG-Vorsitzenden Andrea Pfeilsticker und des HSV-Bezirksleiters Axel Becker. Wie auch Otto Guthier lobten alle Redner das große Engagement der vielen Ehrenamtlichen in den letzten Jahrzehnten. „Im Heppenheimer Skiclub ist immer etwas los“, verband der Bergsträßer Landrat sein Lob mit dem Appell an die Verantwortung des heutigen Vorstands, das „fortzuführen, was aufgebaut wurde“. Und Bürgermeister Burelbach sicherte dem Verein zu, die „Mountainbike-Strecke HP2 unbedingt in diesem Jahr noch auf den Weg zu bringen“.

Axel Becker überreichte den Ehrenbrief des Hessischen Ski-Verbandes an Gerd Mattern sowie (in Abwesenheit) an Dirk Zehe, während Gerhard Prietz für seine Verdienste um den Verein zum Ehrenmitglied ernannt wurde. Urkunden aus den Händen von Landrat Engelhardt und dem HSC-Vorsitzenden Karl-Heinz Dambier erhielten zudem die Gründungsmitglieder sowohl der VfL-Skiabteilung wie des Heppenheimer Skiclubs.

Gründungsmitglieder der VfL-Skiabteilung 1976

(heute noch aktiv im Heppenheimer Skiclub):

Albert und Lilly Haag, Dieter und Bärbel Löffler, Christine Reibold, Irmtraud Rothermel, Helmut und Ursula Semmler. 

Gründungsmitglieder des Heppenheimer Skiclubs 1997

(die heute noch aktiv im Verein sind):

Bärbel Bracklow, Karl Götzinger, Georg und Monika Hofmann, Holger Lachmann, Michael Mathes, Gerd Mattern, Dr. Markus Mattern, Gerhard Prietz, Ingo Stanzel

Daten und Fakten zum Heppenheimer Skiclub:

530 Mitglieder. In der Wintersaison 2016/17 insgesamt 17 Ski-Reisen und drei Tagestouren. Im Sommer 2017 zwei Fahrten und drei Ausflüge. Neben dem klassischen Wintersport gibt es als ganzjähriges Angebot: Ski-Gymnastik, Mountainbiking und Radwandern, Nordic Walking und Sportlicher Lauftreff sowie Snowkiting.

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Auf Skiern die Tuxer Alpen erkundet

Skitourentage des Heppenheimer Skiclubs und der SSG-Bensheim

Unterstützt von Andrea Zehe und Hannes Müller als Co-Guides, führte Peter Illing eine 16-köpfige Gruppe begeisterter Skibergsteiger auf die Lizumer Hütte im Wattental. Da  Lawinenlage und Wettervorhersage  positiv gemeldet wurden, war die  Vorfreude  der Teilnehmer auf die vier Tage groß. Zum Erreichen der Hütte mussten am Parkplatz die Steigfelle auf die Skier, um dann in 2,5 Stunden auf zur Hütte zu steigen; ein Genuss bei strahlender Nachmittagssonne. Schnell hatte man es sich in der gemütlichen Hütte eingerichtet und abends zauberte die Küche ein vorzügliches Abendessen.

Am kommenden Tag stand die erste, von den zuhause ausgearbeiteten  Skitouren  auf dem Programm. Dem Rat des Hüttenwirts Anton folgend, wurde die  Geierrunde in Angriff genommen. Bei bestem Wetter gestartet, begann später leichter Schneefall mit zunehmender Tendenz. Als der Gipfel des Geier (2857 m) erreicht war, hatte sich die Sicht stark verschlechtert. Die Orientierung für die Fortführung der Runde war zu sehr eingeschränkt, so dass beschlossen wurde, entlang des Aufstiegs zur Hütte abzufahren.

Am nächsten Tag wurde als Tourenziel die Torspitze mit 2663 m, mit der Option einer Runde über das Torjoch, ausgewählt. Am Morgen war es noch neblig mit leichtem Schneefall, über Nacht waren 10 – 15 cm Schnee gefallen. Da es bereits mehr als einen Monat nicht schneite,  hatte die Landschaft nun wieder ein Winterkleid angelegt. Gut anzuschauen, aber nicht gut für die Skibergsteiger, waren nun Steine und Felsen nur noch sehr schlecht zu orten, was speziell beim Abfahren höchste Konzentration und Vorsicht verlangte. Die Tageswettervorhersage lautete: gegen  Mittag Aufhellung. Am Gipfel der Torspitze angekommen, herrschte anstatt Bergpanorama nur grau-weiße Tristesse. Enttäuschung machte sich breit, sah man nun bei dieser Sicht keine Chance, die geplante Runde fortzuführen. Doch plötzlich wurden blaue Lücken in  die Wolken gerissen und ein paar Minuten später sah die Welt ganz anders aus. Somit stand nichts im Wege die  Abfahrt, wie geplant, Richtung Nasse Tuxeralpe anzugehen, was mit großer Freude aufgenommen wurde. Da, wie bekannt, nach dem Spaß die Arbeit kommt, musste erneut aufgefellt werden, um zum Torjoch hochzusteigen. Die Sonne hatte inzwischen wieder die Oberhand gewonnen, so genoss die Gruppe das Schreiten durch die stille Winterlandschaft. Vom Torjoch aus konnte man schon tief im Tal die Lizumer Hütte sehen. Die Abfahrt wurde wegen der geringen Schneedecke mit Bedacht angegangen.

Am Abreisetag strahlte der Himmel im satten blau, viel zu schade direkt zu den Fahrzeugen abzufahren – eine dem Tag gerechte Variante musste her. Aufgestiegen wurde Richtung Mölser Sinnenspitze, um dann über die Mölsenalm abzufahren. Am Joch angekommen, wurde beschlossen, nicht die Mölser Sonnenspitze  zu besteigen, sondern einen gegenüber liegenden, namenlosen Gipfel (2435 m) - eine Sonnenterasse  par excelence wie sich herausstellte. Nun musste nur der Einstieg in die Nordflanke gefunden werden, um die dort entdeckten Schneehänge befahren zu können. Eine grandiose Abfahrt mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden wurde von allen Teilnehmern bravourös gemeistert. Unten beim Möls-Hochleger wurde der Fahrweg ins Tal erreicht, auf diesem ging es nun im flotten Tempo über mehre Kilometer zum Parkplatz hinab. 

Gut gelaunt, mit breitem Grinsen im Gesicht über die tollen und erlebnisreichen Tage,  ging es nun der Heimat zu.

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Val di Sole 2017 

Üppige Schneewoche im Tal der Sonne

Heppenheim (red). Schon über zehn Jahre reichen die guten Erfahrungen des Heppenheimer Skiclubs (HSC) mit dem Val di Sole, dem Tal der Sonne in den Brenta-Dolomiten zurück. Das lang gestreckte Tal reicht von der Provinzhauptstadt Trento bis zum Tonale-Pass. Anfang Februar war es wieder soweit: eine Gruppe des HSC weilte für eine Woche zum Skifahren in Südtirol.

Viele gut präparierte Abfahrten erschließen die bekannten Ski-Gebiete von Madonna di Campiglio, Folgarida, Marilleva und Tonale.  Für die Heppenheimer eine echte Qual: „Welche Piste fahren wir heute?“ Eben die Qual der Wahl. Positiv formuliert:

„Skifahrerherz, was willst du mehr?“

Mehrere Hoteleigene Kleinbusse fuhren direkt vom Skikeller in wenigen Minuten vor die Schranken der Gondelbahn. So gab‘s keinen Zeitverlust für die „Schneehungrigen“, die in kleinen Gruppen auf die Skipisten wollten. Die spektakulärste Abfahrt, wenn auch nicht die schwierigste, ist die von 2800 Meter Höhe am Passo Grossté bis hinunter zur Talsohle. Schneemangel gab es nicht, die Sonne spielte mit den Wolken und gelegentlich machte leichter Schneefall das Skifahren zum „traumgleichen Schweben“.

Das familiär geführte Hotel, in dem die Wirtsleute noch alle Gäste persönlich kennen, verwöhnte mit guter einheimischer Küche und Weinen der Region. Die angenehmen, großzügigen Aufenthaltsräume wurden für den Aprés-Ski ausgiebig genutzt.  Ein kleiner Wellness-Bereich mit Sauna ergänzte das Angebot. Ebenso wie das kleine Abendprogramm, bei dem die Wirtin die Gäste mit Käse-Probe und ähnlichen Leckereien überraschte. 

So konnte Reiseleiter Gerhard Prietz auf der Heimreise bereits verkünden, dass es 2018 eine Wiederholung der Fahrt ins Tal der Sonne geben wird.

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