Starkenburger Echo 07.11.2017

Beim Skibasar ist die Halle rappelvoll

Skiclub-Ausbilder Hannes Müller (rechts) sucht mit seinen Kindern Mia und Toni beim Skiclub-Basar die richtigen Bretter aus. Thomas Wilfer berät die Kinder.   Foto: Dagmar Jährling

HEPPENHEIM - (dj). Um kurz vor neun Uhr war die Unterkunft der Ortsvereinigung des Deutschen Roten Kreuzes an der Weiherhausstraße noch fast leer. Doch beim Skiclub Heppenheim, der an diesem Tag hier seinen Ski-Basar ausrichtete, brach keine Unruhe aus. „Normalerweise stehen die Ersten schon um halb neun Schlange“, räumte Thomas Kremmin zwar ein. Er saß an der Annahme, musste sich aber nicht lange gedulden. „Ab neun Uhr ging es für die nächsten zwei Stunden Schlag auf Schlag. Das war Wahnsinn“, so Kremmin. In Windeseile füllten sich die Regale mit Skiern, Stöcken und Schuhen.

Neben den Anbietern von Wintersportgeräten trafen nach und nach immer mehr Mitglieder mit selbstgebackenen Kuchen für das Büfett ein – und immer mehr Kundschaft. Schon um zehn Uhr war die DRK-Halle rappelvoll und es herrschte ein munteres Treiben, wie sich das für einen Basar gehört.
Fürs Fahren im Tiefschnee besonders gut geeignet
Gerade Familien nutzen den Ski-Basar, um ihre Kleinen mit den ersten Brettern und Schuhen auszustatten. Hannes Müller, Ausbilder beim Skiclub, kam mit seiner Tochter Mia (acht Jahre) und seinem Sohn Toni (sechs Jahre) auf der Suche nach den richtigen Skiern für den geplanten Schwarzwaldurlaub. Toni bekam gleich drei paar Skier von Thomas Wilfer angeboten, der die Kleinen mit ihren Eltern vor dem Kauf beriet.
Aus Erfahrung weiß Wilfer, dass die Mädchen immer noch die Farben Rosa und Lila bevorzugen. „Die Jungs wollen meistens einfach nur coole Ski.“ Und bei den Kleineren sollen es unbedingt welche mit einem Tiger drauf sein. Kaum hatte Wilfer die Ansprüche des Nachwuchses erläutert, flitzte ein kleiner Lockenkopf mit seinen neuen Skiern vorbei und zeigte stolz drauf: „Das ist ein Tiger.“ Waren die Kinder erst einmal mit Ausrüstung versorgt, konnten sie am Maltisch verweilen, derweil die Eltern nach Nützlichem für den Winterurlaub suchen konnten: vielleicht ein paar Handschuhe oder eine Jacke.
Rockerski sind im Trend und werden hier auch nachgefragt, weiß Vorstandsmitglied Markus Dambier. „Markant sind die aufgebogenen Schaufeln“, erklärte Dambier. Der Rockerski ließe sich dadurch besser wenden. Vor allem jene Skifahrer würden ihn schätzen, die gerne im Tiefschnee unterwegs sind.
Die Bindung wird gleich eingestellt
Sein Vater Karl-Heinz Dambier, Vorsitzender des Skiclubs, stellte die Bindung der neuen Skier mit dem Schuh direkt vor Ort ein. Dieser Service erspart den Gang in die Skiwerkstatt. Die Einstellung der Bindung gehört Dambier zufolge unbedingt in professionelle Hände. Ist sie beispielsweise zu fest eingestellt, riskiert der Fahrer bei einem Sturz seine Knochen. Dambier betreibt in den Wintermonaten nebenberuflich eine Skiwerkstatt.
Nachdem der Einkauf abgeschlossen war, genossen viele Besucher noch die Gesellschaft in der Halle, wo es für die Kleinen leckere Crêpes gab. Für die Erwachsenen durfte es meistens noch eine heiße Wurst sein oder auch ein Stück Kuchen. Somit konnte an diesem Samstag die heimische Küche bei vielen Heppenheimern kalt bleiben.

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